Logo

PJVname

 

 

Neuerscheinungen

Buchcover: Signa Ivris Bd.21 | Rechtssprache und Rechtsikonographie

Herausgeber:
Andreas Deutsch | Gernot Kocher | Heiner Lück

Rechtssprache und
Rechtsikonographie

gebunden, 504 Seiten
ISBN 978-3-941226-67-8
89,00 €


Vorwort


Dieser 21. Band von SIGNA IVRIS ist dem ehrenden Andenken des Mitbegründers und Mitherausgebers unserer Schriftenreihe zur Rechtsikonographie, Rechtsarchäologie und Rechtlichen Volkskunde, Prof. Dr. Clausdieter Schott (1936–2023), gewidmet. Er umfasst im Kern Aufsätze, die auf Vorträge der Tagung Rechtsikonographie und Rechtssprache, welche vom 4. bis 6. April 2024 – Clausdieter Schott zu Ehren – an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften stattfand. Maßgeblicher Organisator und Ausrichter war unser Herausgeberkollege Prof. Dr. Andreas Deutsch, Leiter der Arbeitsstelle „Deutsches Rechtswörterbuch“ (DRW). Ort und Rahmenthema waren überaus passend, war doch Clausdieter Schott jahrzehntelang mit dem DRW eng verbunden. Er selbst legte etliche Studien zu rechtssprachlichen Themen, oft in Verbindung mit der Rechtsikonographie, vor. Neben dem anspruchsvollen Vortragsprogramm und der traditionellen Exkursion am letzten Konferenztag waren gewiss die Anwesenheit von Clausdieter Schotts Witwe, Dr. Claudia Schott, und von einem der Söhne des Ehepaars, Dr. Bertrand Schott, sowie der gemeinsame Besuch der einzigartigen Bilderhandschrift des Sachsenspiegels in der Universitätsbibliothek Heidelberg besonders bewegende und damit unvergessliche Höhepunkte der Tagung.

Den Vortragsreigen bestritten sowohl langjährige Weggefährten Schotts als auch jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. So konstituierte sich ein bunter Blumenstrauß, bestehend aus, in der Regel farbenfrohen und erkenntnisreichen, Präsentationen neuerer Forschungen zur Rechtsikonographie in ihrer Verknüpfung mit der Rechtssprache.

Den Band eröffnen die ausdrücklich dem Andenken an Clausdieter Schott zugewandten Memoria Clausdieter Schott und die Rechtssprache und Zum Gedenken an Clausdieter Schott (1936–2023). Seine Verdienste um die Leges- und Rechtsbücherforschung. Nach diesen und vor den weiteren Beiträgen wird der letzte Aufsatz aus der Feder Schotts plaziert: Das Recht hat eine wächserne Nase – Lex habet nasum cereum. Wir nehmen diesen Beitrag mit voller Dankbarkeit und in ehrender Erinnerung an den renommierten Zürcher Ordinarius für Rechtsgeschichte von internationalem Rang in unseren aktuellen Band auf. Beitrag und Veröffentlichungsort stehen sinnbildlich für die enge Verbundenheit des Geehrten mit den drei Disziplinen, welche unsere Schriftenreihe repräsentiert.

Der Bogen des Vortragsprogramms und damit der Inhalt dieses Bandes spannen sich von Bildfunktionen in mittelalterlichen Rechtshandschriften und der Rolle der Hand im mittelalterlichen Rechtsleben über Bilder und Zeichen in frühneuzeitlichen Chroniken und Karten, illustrierte Quellen zur frühmodernen Strafjustiz, rechtlich-volkskundlichen Aspekten der Reichskammergerichtsakten bis hin zu Themen, die an unsere Gegenwart heranreichen: etwa rechtsikonographische Aspekte im Werk des polnischen Bilderchronisten Ryszard Skupin (1930–2005), des Malers der Leipziger Schule Werner Tübke (1929–2004) sowie moderne Gerichtszeichnungen in den USA.

Des weiteren bereichern den Band Studien zu bildhaften Zeugnissen von Justizund Juristenschelte, Kaufmannsgebaren, Militärjustiz um 1800, demokratischem Aufbruch 1848 und sächsischen Gerichtssiegeln. Wir hoffen, zugleich im Namen der Autorinnen und Autoren, dass der neue Band SIGNA IVRIS 21 viele Interessentinnen und Interessenten findet. Möge er vor allem dazu anregen, den unerschöpflichen Reichtum der bildhaften und sprachlichen Überlieferung von „Recht“ für den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn weiterhin zu erschließen. Vor allem den Autorinnen und Autoren ist für ihr Engagement in Gestalt des Verfassens und des Illustrierens ihrer Vorträge und Aufsätze zu danken.

Ein besonderer Dank geht an die Heidelberger Universitätsbibliothek, vor allem an deren Direktor Dr. Jochen Apel und an die Leiterin der Handschriftenabteilung, Frau Dr. Karin Zimmermann. Sie haben uns die außergewöhnliche Begegnung mit dem Original der Heidelberger Bilderhandschrift ermöglicht. Als Liebhaber und wissenschaftlich-professionelle „Benutzer“ mittelalterlicher Handschriften wissen wir, dass das eine sehr große Ausnahme im Bibliotheksbetrieb ist. Mehrfacher großer Dank gebührt der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, die uns nicht nur den so würdigen Tagungsraum zur Verfügung gestellt hat, sondern auch den Druck dieses Bandes in großzügiger Weise fördert.


Heidelberg/Graz/Halle an der Saale, im Herbst 2025
Andreas Deutsch/Gernot Kocher/ Heiner Lück

 

 

 

Buchcover: Jahrbuch des Kammer- und Berufsrechts 2023

Winfried Kluth (Hrsg.)

Jahrbuch des Kammer- und Berufsrechts 2024

gebunden im Schutzumschlag
ISBN 978-3-941226-68-5
138,00 €


zum Inhalt

Informationen zur aktuellen Rechtsprechungs-entwicklung im Kammerrecht sowie die Dokumentation der Vorträge des Kammerrechts-tages 2024 in Berlin.

    Die Themen im Überblick:

  • Umgang mit politischem Extremismus in Kammern
  • Kammern und gesellschaftlicher Wandel
  • Besonderheiten der Handwerksorganisationen
  • Auswirkungen der Energiewende auf das Handwerksrecht
  • Bürokratieabbau durch einen Bürokratiefilter
  • Zugang zum Ehrenamt